Delfine umringen einen Schwimmer im Wasser: Als er nach unten sieht, versteht er warum…

Professionelle Hochseeschwimmer kennen das Risiko, dem sie sich beim Training im offenen Meer aussetzen: Ein Aufeinandertreffen mit Meerestieren birgt gelegentlich unangenehme Überraschungen. Dieser Mann rechnete bei seinem Schwimmausflug in der Cookstraße dennoch nicht damit, den Schreckmoment seines Lebens durchzumachen, als er von einer Gruppe Delfine umgeben wurde. Lesen sie weiter und finden Sie heraus, was ihm widerfahren ist.

Adam Walker aus Nottingham in Großbritannien liebte schon immer den Sport. In seinen Jugendjahren spielte er Rugby und Cricket, musste damit allerdings aufgrund einiger Verletzungen aufhören. Er wandte sich daraufhin dem Schwimmsport zu und wurde schon bald sehr erfolgreich. Er begann, an Wettkämpfen teilzunehmen und wurde zum Ausnahmeschwimmer.

Nach Abschluss seines Studiums musste Adam Walker schließlich seinen Lebensunterhalt bestreiten und beschloss, die Tradition der Familie fortzusetzen und eine Laufbahn im Verkauf anzustreben. Er behielt dabei seine wettkämpferische Haltung vom Sport bei und begann rasch, sich eine Karriere aufzubauen. Dennoch fehlte ihm etwas im Leben, das er aber noch nicht so recht beim Namen nennen konnte.

Der schicksalhafte Augenblick kam für Adam Walker, nachdem er an Bord eines Flugzeugs nach Australien gestiegen war, um im Jahr 2006 mit seiner Familie Urlaub zu machen. Um sich die Zeit zu vertreiben, sah er sich einen Film namens On a Clear Day an, in dem es um einen Mann geht, der sich dazu entschließt, den Ärmelkanal schwimmend durchqueren zu wollen, nachdem er seine Arbeit verloren hat. Dieser Film gab ihm den Mut, sein Leben zu verändern. Auch er wollte den Kanal durchschwimmen und sich einem harten Training unterziehen, um sich auf die Herausforderung vorzubereiten.

Bis dahin hatte sich Walkers Leben auf arbeiten, essen und schlafen beschränkt. Es war höchste Zeit gewesen, dass sich ihm diese Herausforderung in den Weg stellte und ihn zwang, seine Routine zu durchbrechen. Er war fest entschlossen, den Kanal zu durchqueren und seine Ausdauer würde bei der Verwirklichung dieses Traums auf eine harte Probe gestellt werden. Er musste sich physisch und mental darauf vorbereiten, sich dem kalten Wasser auszusetzen.

Am 14. Juli 2008 bezwang Walker schließlich den Ärmelkanal, jedoch nicht ganz ohne Schwierigkeiten. Er hatte mit Übelkeit wegen des Seegangs und mit dem kalten Wasser zu kämpfen. Doch die Leistung beflügelte ihn und er wollte sich nun gleich auf seine nächste Herausforderung stürzen: Die Meerenge von Gibraltar zu durchqueren. Es handelte sich dabei um eine kürzere Distanz in wärmerem Wasser. So wurde er 2011 der erste Brite, der die Strecke in beiden Richtungen durchschwamm.

Adam Walker schwamm daraufhin auch noch durch die Straße von Molokai, die Straße von Catalina, die Meerenge von Tsugaru und den Nordkanal. Er ist einer von nur zehn Schwimmern, die diese Leistung vollbringen konnten, und der bisher einzige Brite. Um diese sieben Schwimmstrecken umzusetzen hatte er sechs Jahre gebraucht und zu jeder von ihnen gibt es zahlreiche Geschichten zu erzählen. Aber seine Begegnung mit den Delfinen ist bestimmt noch immer eine seiner Lieblingsstorys.

Während seiner Durchquerung des Ärmelkanals hatte sich Walker aufgrund der aufgewühlten See eine Sehne im Bizeps gerissen. Er machte trotz der Schmerzen weiter, musste sich danach jedoch drei Operationen unterziehen, um die Muskelfasern wieder mit der Sehne zu verbinden. Die Ärzte rieten ihm, nicht mehr zu schwimmen, aber er wollte den begonnenen Weg nicht aufgeben und erfand dafür sogar seine eigene Schwimmtechnik.

Während der 17 Stunden und zwei Minuten, in denen er die Straße von Molokai durchschwamm, wurde Walker von einer portugiesischen Galeere gestochen. Er entfernte ihre Tentakel von seinem Bauch, woraufhin er für fünf Minuten hüftabwärts gelähmt war, doch er musste seinen Weg beenden, sodass ihm noch drei leidvolle weitere Stunden des Schwimmens blieben. Die portugiesische Galeere ist eine Quallenart, die ähnlich giftig ist wie eine Cobra und für Menschen extrem gefährlich werden kann.

Als Walker in der Straße von Catalina vor der Küste Kaliforniens schwamm, packten ihn erneut die Schmerzen in der Schulter, während er gleichzeitig noch die Hälfte des Weges im Dunkeln zurücklegen musste, weil die Nacht hereinzubrechen begann. Man stelle sich vor, sechs Stunden lang in völliger Finsternis schwimmen zu müssen, ohne zu wissen, was unter einem vorgeht. Es sollten einige der unangenehmsten Stunden in seiner Karriere bleiben.

Mit dem Durchschwimmen des Kanals von Tsugaru in Japan verschob Walker seine Grenzen erneut. Er fühlte sich bereits in den ersten Stunden schlecht, wobei es bestimmt nicht half, dass er plötzlich einen Hai entdeckte, der unter ihm schwamm. Wegen der starken Strömung musste er dann seine Schlagzahl deutlich erhöhen, und das über elf Stunden lang! Zu allem Überfluss wurde er dann noch von Quallen ins Gesicht gestochen. Diese ganze Tortur dauerte 15 Stunden und 31 Minuten an!

Die nächste Durchquerung fand in den eisigen Wassern des Nordmeeres statt, zwischen Irland und Schottland, berüchtigt als eine der Schwierigsten der Welt. Zusätzlich zum kalten Wasser musste sich Walker auch noch einem Schwarm gelber Haarquallen stellen. Die enorme Größe der Quallen überraschte ihn und nach einigen Stichen durfte er auch gleich die Kraft ihres Giftes am eigenen Leib erleben. Walker beendete die Durchquerung in 10 Stunden und 45 Minuten.

Der 22. April 2014 war jener Tag, den sich Walker für die Durchquerung der Cookstraße in Neuseeland ausgesucht hatte, ein Ort der dafür bekannt ist, einige der gefährlichsten und tückischsten Gewässer der Welt aufzuweisen. Walker und sein Trainer Philip Rush waren am Morgen des Unterfangens ziemlich nervös, aber gleichzeitig auch fest entschlossen und überzeugt, dass Walker es schaffen würde. Walker fühlte sich vor dem Start nicht gut, aber er stürzte sich dennoch in die Fluten und begann seinen Weg.

Es war das erste Mal, dass Adam Walker einen GPS Tracker bei sich trug, damit die Leute seinen Weg mitverfolgen konnten. Zunächst setzte ihn das unter Druck und er fühlte sich während der ersten Stunde noch unwohl, dann vergaß er das GPS jedoch schnell. Walker machte weiter und gewann in der zweiten Stunde an Elan, aber seine Beine wollten dem Kopf nicht so recht folgen. Er riss sich dennoch zusammen, gab nicht auf und sagte sich immer wieder, dass er es schaffen könne.

Nachdem er etwa drei Stunden geschwommen war, kam Adam Walker in einen regelmäßigen Rhythmus, fühlte sich allmählich besser in Form und spürte nicht mehr den Drang, anzuhalten und sich auszuruhen. Es ging ihm gut und seine Schwimmleistung steigerte sich, bis er eine Flosse wahrnahm, die unmittelbar an ihm vorbeischwamm. Sekunden später war sie bereits wieder verschwunden.

40. Wieso kommen Delfine anderen zu Hilfe

Es gibt einige Theorien zu den Gründen dafür, warum Delfine so altruistisch und hilfsbereit gegenüber anderen Spezies zu sein scheinen. Manche Forscher glauben, dass sie das tun, weil sie sich eine Entlohnung in Form von Futter erwarten, so wie etwa, wenn Menschen auf einem Fischerboot gerettet werden.

Andere sagen, dass sie aufgrund ihres herausragenden Echolots die Herzschläge anderer Säugetiere hören und so mitbekommen, wenn diese in Not sind. Sie zeigen auch gegenüber Artgenossen ein ähnliches Verhalten.